REVIEWS

Recital Bad Nauheim (November 2019)

„ […] war jedem Zuhörer klar, dass die beiden jungen Pianistinnen über eine erstaunliche Fülle interpretierender Ausdrucksmöglichkeiten verfügen.“

Recital Lich  (March 2019)

“Gleich zu Beginn, bei Franz Schuberts »Variationen über ein eigenes Thema« As-Dur (1824), war ihr ganzes Können gefordert. Dynamisch dezent sowie klanglich transparent spielten sie das Thema; umso stärker zur Geltung kamen in der ersten Variation die Steigerungen. Im Verlauf zeichnete das Duo Bewegungsverdichtungen sehr klar. Das schlichte Thema nahm immer neue Züge an – bis hin zu inniger Sehnsucht oder markanter Entschlossenheit. Insgesamt gestalteten die Künstlerinnen die Tonstärke fein abgestuft und verzichteten auf jegliche Effektheischerei. Selbst bei sachten Pianissimi rissen die musikalischen Bögen nie ab. Ebenso gut gelangen Schuberts »Lebensstürme«. Sehr schön getroffen schien der leidenschaftlich-drängende Gestus in der virtuosen Interpretation. Wie schon bei den Variationen hielt das Duo perfekt klangliche Balance und horchte intensiv aufeinander.”

 

Gießener Allgemeine about Mozart K365  (April 2016)

“Mozart schrieb das Doppelkonzert vermutlich 1779 für sich und seine Schwester Nannerl und legte damit die interpretatorischen Hürden hoch. Die 18 jährigen Zwillingsschwestern Clara und Marie Becker meisterten die Herausforderung mit Bravour. Inspiriert spannten sie den Bogen im Allegro-Kopfsatz mit ihrem lebendigen Spiel fort. Dabei gefiel der perlende Anschlag  der Pianistinnen, ebenso ihre deutliche formale Konzeption. Nicht nur das Zusammen- und Wechselspiel der Schwestern, auch ihre Interaktion mit dem Orchester geriet genau. In empfindsame Ausdrucksdimensionen führte das Andante, hier bestach der feinfühlige, wieder sehr anschauliche Vortrag der Schwestern. Die Thüringer Philharmonie unterstützte sie wohldosiert. Gerade in gestalterischen Details wie den Verzierungen offenbarte sich, wie sorgsam das Solistenduo die Komposition einstudiert hatte. Das muntere Finale rundete das Hörvergnügen ab, vermittelte es doch viel Zuversicht. Für den begeisterten Applaus dankten die beiden vielversprechenden Nachwuchskünstlerinnen mit einer Zugabe.”

 

 

Review by Sascha Jouini about Mozart K365 (May 2016)

“Ganz im Dienst der Musik- Unprätentiöse Künstler bieten ein starkes Konzert in der Johanneskirche. Die lebhaft vorgetragene Orchestereinleitung zu Mozarts Doppelkonzert Es-Dur KV365 legte die Basis für das thematisch profilierte, klanglich durchsichtige Spiel der beiden Pianistinnen Clara und Marie Becker. Die Zwillinge […] zauberten spannende Dialoge; akkurat die Koordination. Besonderes Vergnügen bereitete das gefühlsbetonte Andante, so sensibel mit lyrischem Gespür gingen Solistinnen wie Orchester zu Werke. Das optimistische Rondo-Finale rundete die qualitätsolle Darbietung ab. Bei der Zugabe untermauerten die Schwestern ihren künstlerischen Anspruch. “

 

 

Rheinpfalz about Ravel (June 2017)

“Sie zeigten gescheite Analyse des musikalischen Verlaufs bei lebhaft gelösten, dabei temperamentvollem Vortrag. Harmonien und Melodien blühten, der Flügel funkelte unter ihren vier Händen gerade zu.”

 

 

M. Funk about Clara and Marie in her article (2017)

“Und dann spielen sie Ravels Rhapsodie Espagnole zu vier Händen. Fürs erste folkloristisch und mit Temperament nur so um sich werfend- und doch tiefgründig, gewaltig, mitreißend. Sie spielen bravourös: Marie setzt filigran und kristallklar mit den silbrigen Tönen im Diskant ein, Clara donnert furios über den Bass. Streng rhythmisiert und leichtfertig tänzerisch, zwei Feen und Gewitterhexen zugleich.”